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Corona war mir ja schon immer nicht geheuer – enthält es doch Propylene Glycol, was nichts anderes als Frostschutzmittel ist. Der ein oder andere mag sich durch den Konsum zwar gut konserviert wissen, aber ich bezweifle, dass zu viel davon wirklich gesund ist..

Wenn wir allerdings heutzutage von Corona sprechen, ist nicht das mexikanische Bier, sondern im Allgemeinen ein 0,00015mm großes Virus gemeint, dass, wie einst der kleine Napoleon, auszog um die Welt zu erobern – und das noch schneller als Dschingis Khan aufsatteln konnte… Und zwar so, dass die Regierungen weltweit Ausgangssperren und Mundschutz-Pflicht auferlegt haben, um die Pandemie einzudämmen. Mittlerweile sind die strikten Maßnahmen wieder gelockert worden und so warten wir im Prinzip auf den nächsten Lockdown.. Aluhutträger und Verschwörungsstheoretiker hatten die Zeit Ihres Lebens, aber dazu an anderer Stelle mehr.. Auch ohne die Genannten, hatten diverse Situationen eine Menge Situationskomik..

Was also Pest, Influenza und auch die Masern gemeinsam nicht geschafft haben, ist dem sogenannten CoVid-19 ratzfatz gelungen: nämlich der Lahmlegung der nahezu gesamten Ökonomie weltweit. Rezession lässt grüßen, denn auf diese steuerten wir auch schon vorher unweigerlich zu, nur halt jetzt noch viel schneller. Gefühlt sind alle seit Wochen nur noch im Homeoffice und schaukeln sich die Eier. Was sich Frauen und Transgender schaukeln weiß ich nicht, aber sie werden schon was Adäquates zum Schaukeln finden. Vor ein paar Tagen habe ich im Büro eine automatische Mail-Rückmeldung erhalten, dass sich die Person im Homeoffice befindet und keine Anrufe entgegennehmen kann, aber Mails werden pronto bearbeitet… Ja klar, mit der automatischen Rückmeldung halt.

Friseure hatten geschlossen. Was das wohl für die Influecer-/innen (nee, die sind zwar auch irgendwie ne Art Krankheit, haben aber nichts mit der Grippe zu tun) bedeutet hat, wenn sie nicht top-frisiert in irgendwelche Kameras grinsend und die neueste Enthaarungscreme vorstellen konnten…? Aber es sind auch so viele do-it-yourself-hairstyle-videos aufgetaucht, dass da sicher für jeden was dabei war. Zur Not musste halt die gute alte “Topf druff und einmal rum-Methode” aushelfen. Mittlerweile dürfen sich kopfmässig alle wieder enthaaren lassen und ein großes Raunen der Erleichterung ging durch die Republik. Jetzt nicht weil man, gerade die ersten Tage gefühlte 2 Stunden in der Schlange gewartet hat, aber okay.

Der Preis für Benzin stand heute bei € 1,09. Dass ich solche Preise nach fast 20 Jahren wiedersehe, hätte ich auch nie für möglich gehalten. Leider habe ich keinen 10000 Liter Tank im Garten, das müsste man ja jetzt ausnutzen.. Benzin bunkern…

Das geht wohl bei den meisten nicht. Aber sie haben eine hervorragende Möglichkeit gefunden das zu kompensieren. Mit Mehl und Hefe zum Beispiel. Ja klar alle sind während des Lockdowns zu professionellen Brot- und Plätzchen-Bäckern geworden. War ja auch über Ostern halt. Nudeln waren ebenfalls sehr gefragt. In einer Reportage habe ich letztens gesehen, wie eine Reporterin diese genutzt hat, um Kettchen zu basteln und Farfalle als Schmetterlinge missbraucht hat, um ihre kleine Tochter zu beschäftigen. Schön, dass wir unseren Kindern spielerisch beibringen, wie man effektiv mit Lebensmitteln spielt. Da wird es dann auch garantiert keinen Lerneffekt geben, wenn man das ganze Zeug irgendwann wegschmeißt, weil man gemerkt hat, dass die Welt doch nicht untergegangen ist, die Geschäfte weiterhin auf hatten und auch Mehl wird irgendwann schlecht.

Das gilt zum Glück nicht für den beliebtesten Hamsterartikel, denn der Kauf von Toilenttenpapier nahm schon armaggedonische Ausmaße an. Wenn man denn soviel Nudeln essen würde, wie man gekauft hat, kann ich ja verstehen, dass man die ganze Zeit auf dem Klo sitzt, aber im Normalfall isst man ja immer noch 3 Mahlzeiten am Tag – was meist zu einer ordentlichen Sitzung führt. Warum also die Panik sich nicht mehr den Hintern abwischen zu können? Da fragt man sich, wie man das noch vor 100 Jahren gemacht hat.. Jetzt gibt es zwar wieder welches, aber irgendwie kommt es aus Polen und Russland. Mussten die vermutlich nicht soviel wie wir und konnten was abgeben..

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Die vermehrten Hamsterkäufe und auch die Auflagen der Regierung hatten schließlich dazu geführt, dass Sicherheitskräfte vor den meisten Geschäften standen und stehen und darauf achten, dass nicht zu viele Leute auf einmal in die Geschäfte gehen – und wenn denn mal wieder Klopapier geliefert wurde, dass nicht mehr als ein Paket pro Kunde gekauft wurde/wird. Oder, dass man sich vielleicht im Kampf darum nicht gegenseitig in die Fresse haut.. Ein ungewohntes Bild einen Sicherheitsposten vor dem Rossmann z.B. zu sehen.

Noch besser ist es z.B. beim real gewesen. Dort waren es 2-3 Sicherheitskräfte. Einer regelte den Verkehr rein, einer passte auf und einer desinfizierte, auf Wunsch, die Einkaufswagengriffe, denn jeder sollte einen Einkaufswagen nehmen. Zwar nicht von der Regierung, oder Kommunalverwaltung aus, aber irgendwelche Betreiber dachten sich, dass das macht Sinn. Zum einen, um den Mindestabstand einzuhalten und zum anderen, damit man Ware, die man angefasst hat, direkt in den Wagen legt und nicht wieder zurück ins Regal. Die Quote lag übrigens bei 1 zu 3 bis 1 zu 4. Also 1 hat die Griffe desinfizieren lassen und 3 bzw. 4 nicht. Beste Maßnahme, um die Weiterverbreitung von Viren einzudämmen. Warum man sich aber freiwilling in diese Schlage gestellt hat, ist mir schleierhaft. Suche nach GleichLeidenden: “Ja, stehen Sie auch hier.. Ja schlimm, ne? Was die wohl noch alles mit uns machen? ja, ja…” Oder aus Schadenfreude, wenn man 20 Meter weiter als die hinter einem steht??

War man einmal mal durch die konzertartige Einschleusevorrichtung gekommen, wurde man im Geschäft mit einer Unmenge an Menschen konfrontiert. Dort waren dann die Patienten, oh Verzeihung, ich meinte natürlich Kunden, bemüht, den 2. Sinn des Einkaufswagens zu ignorieren und alles mindestens einmal anzufassen und wieder wegzustellen. So auch beim Frischfleisch z.B.:

Fleischtheke (pixabay.de / Karamo)

B macht die Frischfleischtheke auf, nimmt mehrere Sorten Fleisch zur Hand, schaut sich diese an und legt sie wieder weg. Nimmt sich dann ein anderes Paket und geht zur Seite, damit A, der eine Weile 2 Meter daneben stand und sich das Ganze angeschaut hat, auch an die Truhe kann.

B fummelt sich aber schnell wieder dazwischen, legt das vorher Entnommene wieder rein und nimmt sich ein anderes.

Daraufhin fragt A freundlich: „Sie wissen aber schon, dass der Sinn des Einkaufswagens darin besteht, dass sie die Sachen nehmen und da reinlegen?“

B empört: „Also ich werde mir doch wohl noch angucken dürfen was ich kaufe.“

A: „Aber das ist doch Frischfleisch.“

B: „Ja und?“

A: Da ist Klarsichtfolie drum…“

B beleidigt A und wendet sich Unterstützung suchend ihrem Mann zu..

Guten Tag und viel Glück

Thomas Skandalis

Quelle Bilder: Bild 1 Dank an Bild von Pete Linforth auf Pixabay, Bild 2 Thomas Skandalis, Fleischtheke: Pixabay/Karamo