Der Murciélago wurde komplett überarbeitet, tritt mit dem Namenszusatz LP640 an und wird nach Einschätzung eines Unternehmenssprechers damit „endgültig zum extremsten und schnellsten Sportwagen seiner Klasse“. Der neue Motor dürfte die Lamborghini-Fangemeinde am meisten interessieren. Der Namenszusatz LP640 macht klar, dass die Maschine längs eingebaut ist (LP für „longitudinale posteriore“), und zudem, dass die Leistung 640 PS beträgt. Zwar baut Lamborghini die Aggregate seit jeher längs ein, doch um den neuen Murciélago vom bisherigen klar abzugrenzen, wurde das bei Lamborghini traditionsreiche Kürzel (Countach LP400) wieder hervorgekramt. Das überarbeitete Aggregat also wurde größer, der Hubraum des Zwölfzylinders wuchs von 6,2 auf 6,5 Liter, die Leistung kletterte von 580 auf 640 PS. Das maximale Drehmoment beträgt 660 Newtonmeter. Damit dieses mechanische Herz auch entsprechend versorgt wird, wurden Zylinderkopf, Ansaugtrakt und Abgasanlage komplett neu entwickelt. Frisch frisiert, stürmt das Auto jetzt in nur noch 3,4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 – mit dem bisherigen Aggregat brauchte der Murciélago für diese Übung noch 3,8 Sekunden. Geblieben sind der permanente Allradantrieb, die Karosserie auseinem Verbund von Stahlblech und Carbon-Honeycomb sowie selbstverständlich die nach schräg vorne und oben öffnenden Flügeltüren. Optisch ergänzt wird die keilartige Grundform von neuen 18-Zoll-Rädern, auf denen vorn 245er-Reifen und hinten gar 335er-Walzen aufgezogen sind. Pirelli liefert die Pneus, und nach Auskunft der italienischen Reifenbäcker sind jetzt erstmals spezielle Winterreifen für den Murciélago in Vorbereitung.