Kanufahren? Kein Problem! Das bisschen Paddeln macht sich von allein – so oder ähnlich laute n leichtfertige Mutmaßunge n, wenn aus Abenteuerhungrigen der Erlebnisdrang spricht . Dass aber nicht nur Outdoor – Anfänger einige wichtige Dinge bei einer Kanu – Fahrt beherzigen sollten, wissen auch Finn und Max, Gründer von Viking Repulic. Mit ihrem Natur – und Abenteuercamp am Fuße des schwedischen Kornsjön Sees , erfüllen sich die zwei Outdoor – Junkies einen Herzenstraum aus Naturverbundenheit, Holzbauprojekt, RepublicSelbstversorgung und Survial – Kick. Elementarer Bestandteil ihres Angebots: Individuell gepla nte Kanu – Touren im Komplettpaket. Ganz gleich ob Fortgeschrittener oder Anfänger: Ausgerüstet mit Profi – Equipment und Versorgungspaket, schicken Finn und Max ihre Gäste fernab großer Massen und ausgetretener Pfade, auf atemberaubende Touren durch naturbela ssene Regionen Schwedens. Ihre Philosophie: 100% authentische r Natururlaub zu einem niedrigen Co2 – Fußabdruck. Aber ganz gleich, ob inmitten der schwedischen Wildnis oder auf dem heimischen See: Damit das Kanu – Abenteuer kein Reinfall wird, verraten die Ausw anderer die wichtigsten Faustregeln für eine gelungene Tour.

Schwimmweste nicht vergessen: Nicht nur bei Viking Republic gehört das Tragen einer Rettungsweste zum obersten Gebot und ist essentieller Teil des Kanu – Komplettpakets. Dazu Finn: „ Selbst gute Schwimmer neigen immer wieder dazu, Strömung und Wellengang auf Seen und Flüssen zu untersch ätzen. Umso wichtiger ist es, stets ein Weste anzulegen. Die Bedingungen können sich auf offenen Gewässern binnen Minuten verändern.“

Einsteigen bitte: Generell gilt der Hintermann in einem Kanu als Stabilisator. Deshalb steigt er auch zuerst in das Kanu ein, während der Vordermann das Boot vom Ufer aus stabilisiert. Kommt der Vordermann hinzu, kann der Hintermann den Einstieg erleichtern, indem er beispielsweise eine Paddelbrücke zum Ufer oder Steg schlägt. Trockenübungen: Wer noch vorher noch nie in einem Kanu saß, sollte erstmal ohne Gep äck ein paar Runden drehen und verschiedene Situationen und Manöver durchspielen: vorwärtsfahren , wenden und drehen. Dazu Max: „Um Berührungsängste vor der ersten Kanutour abzubauen, ist es ratsam, verschiedene Szenarien zu proben, um später nicht überrasc ht oder unvorbereitet zu sein. Deshalb empfiehlt es sich auch, mal bewusst in Badekleidung zu kentern.“

Credit: Viking Republic

Technik 1×1: „Viele Anfänger sind überambitioniert und machen häufig den Fehler, ständig das Paddel von links nach rechts zu wechseln“, so Finn. Ein Kanu ist kein Kajak. Hier wird nur auf einer Seite gepaddelt und selten gewechselt. Außerdem sollte der Hintermann wiss en, dass sein Paddel stärkeren Einfluss auf den Kurs des Bootes hat und daher den sogenannten J – Schlag trainieren. Dabei handelt es sich um einen Steuerschlag, der das Kanufahren im Gleichtakt ermöglicht, indem das Paddelblatt mit der Hinterseite nach außen gedreht wird. Mit diesem Schlag kann der Steuermann kleine Kurskorrekturen vornehmen, die ein flüssiges Paddeln ermöglichen.

Taktgefühl, Baby: Hinter – und Vordermann paddeln gleichzeitig auf verschiedenen Seiten. Da der Hintermann den Vordermann genau im Blick hat, ist er für die Balance des Kanus zuständig. Beide Bootsmänner – /Frauen müssen darauf achten, dass die Paddel gleichzeitig ins Wasser eintauchen. Schlachtrufe wie „1,2,3,4“ können helfen, einen gemeinsam Rhythmus zu finden.

Aufsatteln: Um sich den Gang beim Kanuwandern zu erleichtern, empfiehlt es sich, das Gepäck gleichmäßig im Kanu zu verteilen. Auf dem Wasser gilt: wasserempfindliche Ausrüstung immer wasserdicht , beispielsweise in einer Tonne, verstauen . Besonders bei unruh igen Wasserbedingungen ist es ratsam, Gepäck zusammenzubinden – auch für den Fall, dass das Kanu kentert. Aber keine Angst, verloren geht nichts. Dazu Finn:“ Die Boote von Viking Republic sind unsinkbar.“

Credit: Viking Republic

Keep cool: Auf dem Wasser gilt es, einen kühlen Kopf zu behalten. Max und Finn beobachten häufig, dass besonders Anfänger dazu neigen, sich schnell zu überanstrengen. „Lieber auch mal treiben lassen, wenn das Wasser es erlaubt“, empfiehlt Max. Sollten Wellengang und Strömung aber mal heftiger werden und Wasser ins Boot schwemmen , unbedingt weiterpaddeln, damit das Kanu nicht an Stabilität verliert. „Wer sich in Schockstarre verharrend am Rand festklammert, verlagert das Gewicht und erhöht die Kipp gefahr .“ Außerdem haben die Jungs bei starken Regenfällen auf Wasser einen selbst erprobten Geheimtipp parat: „Gemeinsames Singen kann Wunder bewirken und den Gruppencharakter stärken.“

8 Tage individuelle Kanutour mit großem Ausrüstungs – und Verpflegungspaket ab 319,00 Euro p.P.

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