Frauenmorde innerhalb und außerhalb von Partnerschaften sind kein Einzelfall. Statistisch gesehen versucht in Deutschland jeden Tag ein Mann seine (Ex-)Partnerin zu töten – jeden dritten Tag stirbt eine Frau.(1) Längst fordern Aktivist:innen mehr Sicherheit im öffentlichen und privaten Raum für Frauen. Insgesamt 801 weibliche Todesopfer in Deutschland verzeichnete das Bundeskriminalamt (BKA) allein im Jahr 2019.(2) Obwohl die Polizei die meisten Mord-, Totschlag- und Tötungsdelikte aufklären kann, tappen die Behörden jährlich bei etwa 5 Prozent der Fälle im Dunkeln.(3)

Die wiederkehrende Frage nach Motiven und Hintergründen von Täter:innen beschäftigt allerdings nicht nur die Polizei, sondern interessiert auch immer stärker die breite Gesellschaft. Denn es ist ein grundlegendes Bedürfnis, die Schicksale hinter den Kriminalfällen aufzuarbeiten. Deswegen startet SKY Deutschland mit Sky Crime einen neuen Sender, der sich rund um die Uhr mit wahren Verbrechen beschäftigt. Unter dem Motto “Nichts ist, wie es scheint” launcht das Programm offiziell am 01. April.

Täter:innen im unmittelbaren Umfeld
In den meisten Mordfällen befinden sich Täter:innen im unmittelbaren Umfeld der Opfer – ob in der Partnerschaft und Familie, im Kolleg:innenkreis oder in der Nachbarschaft. Doch welche Motive treiben die Täter:innen hinter den Gräueltaten an? Die Forschung der Psychiaterin Dr. Dorothy Otnow Lewis untersucht genau jene Beweggründe, indem sie die Psychologie von Morden studiert. Ihre bisherigen Erkenntnisse hält sie in der zweiteiligen Dokumentation „Crazy, not insane“ (am 4. April) fest. Sie ist beispielsweise eine der letzten Personen, die mit dem Serienmörder Ted Bundy in seiner Todeszelle sprach.

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Die Handschrift eines Mörders
In der Tat hinterlassen manche Serienmörder:innen an ihren Tatorten eindeutige Signaturen oder nehmen Trophäen mit – ob Juwelen, Schuhe, Schlüssel oder sogar einzelne Körperteile. Sie verleihen der grausamen Tat eine individuelle Note und dienen dem Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. Die dokumentarische Serie “The Mark of a Killer – Mörder und ihre Markenzeichen” (ab 5. April) blickt in die Köpfe von einigen der bekanntesten Serienmörder unserer Zeit – einschließlich Ausschnitte von Interviews mit tatsächlichen Familienmitgliedern der Opfer und Beamten, die an dem Fall gearbeitet haben. 

Mord verjährt nicht
Was passiert, wenn von der Täterin oder dem Täter jede Spur fehlt? Kein Motiv und kein Verdacht: Ohne Indizien können die Ermittlungen Jahre oder gar Jahrzehnte andauern. Denn: Mord verjährt nicht. Deshalb werden ungelöste Fälle regelmäßig neu geprüft. In der zweiteiligen Dokumentation “Das Verschwinden der Susan Cox Powell” (ab 3. April) verfolgt das Publikum das mysteriöse Verschwinden einer jungen Mutter aus Utah. In bisher unveröffentlichten Videoaufnahmen und Interviews wird aufgearbeitet, was im Jahr 2009 wohl geschah. Verdächtigt wird ihr Ehemann und Vater zweier Söhne.

Wahre Verbrechen im Fokus der Deutschen
Mysteriöse Morde geben Rätsel auf. Dabei ist es ein grundlegendes Bedürfnis, die Schicksale hinter den Kriminalfällen aufzuarbeiten. Es geht darum, Motive hinter den Taten zu erkennen; die Psychologie der Täter:innen zu verstehen – und nicht zuletzt sich Wissen anzueignen, um sich selbst besser schützen zu können. Mit dem Ziel hinter die Kulissen zuschauen, klärt Sky Crime auf, wie Täter:innen zu solchen werden, woher ihre Motivation zur Gewalt kommt und vor allem, wer die Schuldigen sind.

(1) Bundeskriminalamt
(2) Bundeskriminalamt
(3) Bundeskriminalamt, Statista