Das 2. Afro‐Ruhr‐Festival im Fredenbaumpark Dortmund vom 27. Juni ‐3. Juli 2011

Lebogang Masemola –Soulige Stimme aus Südafrika

Vor genau einem Jahr fand das 1. Afro‐Ruhr‐Festival in Dortmund statt. Das 2. Afro‐Ruhr‐Festival 2011 wird sich diesmals über fünf Tage mit Musik, Kultur und Gesprächen erstrecken und bereits in der letzten Juni‐Woche vor dem langen Afrika‐Wochenende am 1.‐3. Juli werden wir Dortmund und das Ruhrgebiet mit einem kleinen aber feinen Kinoprogramm mit spannenden Dokumentationen und
Spielfilmen auf das große Afrika‐Fest thematisch einstimmen.

VORPROGRAMM (27. Juni ‐1. Juli) Filmdokumentation „Schmutzige Schokolade“ mit anschließender Diskussionsrunde

Wann:                                27.6. 2011, ab 17:00 Uhr

Veranstaltungsort:  Auslandsgesellschaft NRW, Steinstr. 48, 44147 Dortmund

Die meisten Menschen lieben Schokolade, und die Hälfte aller Schokolade wird weltweit von Europäern gegessen. 1,5 Millionen Tonnen im Jahr – das sind 15 Milliarden Tafeln. Jeder Deutsche isst im Durchschnitt etwa elf Kilo im Jahr. Was für uns ein süßer Genuss ist, bedeutet für die Kinder in den Kakao produzierenden Ländern Afrikas oft einen bitteren Arbeitsalltag. Die Dokumentation von Filmemacher Miki Mistrati, die wir am Montag, dem 27. Juni in der Auslandsgesellschaft NRW zeigen, macht die Zuschauer auf das Problem der schmutzigen Schokolade aufmerksam. In der anschließenden Diskussion mit Podiumsgästen laden wir alle Erwachsenen sowie
Schüler zu einem Gespräch zum Thema ein.

Filmabend mit Produktionen des afrikanischen Kinos
Wann: 29.6. 2011, ab 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: RWE Forum im Dortmunder U („Kino im U“)

Am 29. Juni zeigen wir im RWE Forum im Dortmunder U zweiausgewählte Spielfilm‐Produktionen, die die Menschen und ihr Leben auf dem Kontinent aus der afrikanischen Perspektive zeigen. Wir freuen uns besonders, den Regisseur King Boama Darko Ampaw als Gast und Teilnehmer der anschließenden Gesprächsrunde begrüßen zu dürfen.
„No Time to Die“ von King Boama Darko Ampaw (Ghana)
Der Spielfilm „No Time to Die“ ist eine turbulente afrikanische Komödie über Liebe und Tod: Asante fährt ein glänzendes, schwarzes Auto, mit dem er berufsmäßig Leichen transportiert. Er und sein Assistent Issifu bringen die Toten von der ghanaischen Hauptstadt Accra in ihre Dörfer, wo die Beerdigungszeremonien stattfinden. Asante liebt seinen Beruf. Doch er hat ein Problem: als Leichenwagenfahrer hat er Schwierigkeiten eine Frau fürs Leben zu finden. Mit seinem Film „No Time to Die“ gelingt es Regisseur King Ampaw, Afrika
ebenso humorvoll wie hintergründig aus einem ganz neuen Blickwinkel zu zeigen. Beim Festival von Tarifa 2007 wurde Hauptdarsteller David Ontoh mit dem Preis als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Bintou ‐ Kurzspielfilm von Fanta Régina Nacro (Burkina‐Faso)
Eine stimmungsvolle Komödie: Bintou lebt mit ihrem Mann Abel und ihren Kindern in der Stadt Ouagadougou. Als Bintou sich entschließt, ihre Tochter Biba zur Schule zu schicken, ist ihr Mann nicht bereit, für die Ausbildung eines Mädchens zu bezahlen. Er überlässt es Bintou,
Geld für die Schulbildung zu verdienen. Doch da hat er sich in Bintou getäuscht. Sie kauft Hirse auf Kredit, mälzt sie und findet viele Abnehmerinnen. Seine Freunde und seine Mutter reden Abel daraufhin ein, seine Stellung als Mann sei durch eine geschäftstüchtige Frau gefährdet, er mache sich lächerlich. Wütend zerstört er in einem unbeobachteten Moment die angesetzte Hirse. Doch Bintou
lässt sich nicht entmutigen.

Podiumsdiskussion zu den aktuellen politischen Entwicklungen in Afrika.
Wann: 1.7.2011 ab 19:00 Uhr
Veranstaltungsort: Dortmunder U
Thema: Welche Auswirkungen hat die Jasmin‐Revolution auf die Länder südlich der Sahara?
Gäste:
– Nadja Lüders, Landtagsabgeordnete von NRW
– Helmut Strizek, Buchautor, Politik Wissenschaftler und ehemaliger BMZ‐Mitarbeiter
– Dr. Boniface Mabanza, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika
– Martin Wild, Geschäftsführer beim Bund Katholischer Unternehmer (angefragt)

FESTIVAL‐PROGRAMM (2.‐3. Juli)

Open‐Air Festival am 2. Juli 2011 im Fredenbaumpark
Das Afro‐Ruhr‐Festival ist eine interkulturelle Plattform für den Dialog und die Völkerverständigung:
Dortmunder, Bürger des Ruhrgebiets, Afrikaner und Europäer treffen sich, um miteinander zu reden,
voneinander zu lernen und miteinander zu feiern. Das Programm soll die kulturelle Vielfalt des bunten Kontinents Afrika erfahrbar machen: Konzerte, Basar, ein abwechslungsreiches Familienprogramm für Alt und Jung, Shows, Workshops zum Mitmachen
und ein reichhaltiges Angebot an kulinarischen Spezialitäten machen neugierig und laden ein, die Menschen vom afrikanischen Kontinent und ihre Kultur kennen zu lernen und sich gegenseitig besser zu verstehen. Wir möchten Integration als einen Prozess erfahrbar machen, der für alle einen Gewinn bedeutet und Spaß machen kann. Programm‐Highlights des Open‐Air‐Festivals am 2. Juli 2011
– Lebogang Masemola: Ihre Musik könnte sowohl aus dem tiefsten Soweto als auch aus dem Herzen von Brooklyn kommen. Die Texte       sind in ihrer Muttersprache Se Pedi und in Englisch geschrieben. Es geht um die Freuden und Sorgen des Lebens, untermalt von einem frischen und innovativen Sound mit viel Seele

– Modern Roots Dancehall‐Sound mit der Gruppe Jericho Walls: Mit jamaikanisch und afrikanisch beeinflussten Reggae Rhythmen verbreiten die drei Sänger Jah Sala, Lion of Judah und Rasta Pacey Summer‐Feeling pur

– GravityAcrobaticStars vom Kreativzentrum für Rhythmus und Bewegung Vest: explosive und originelle Bühnenshow mit Feuerwerk, Elementen aus Trommeln, Hip Hop, Breakdance, Afro Dance, Akrobatik und Jonglage

Open‐Air Gospel‐Tag am 3. Juli 2011 im Fredenbaumpark Motto: „Gottes Volk hat viele Gesichter“

Beten und Singen sind in vielen Ländern Afrikas untrennbar mit dem Alltag und Selbstverständnis der Menschen verbunden.

Der Open‐Air Gospel‐Tag mit Kirchengemeinden aus Dortmund und dem Ruhrgebiet bringt diese spirituelle Verbundenheit der Menschen zum Erklingen. Eingebettet ist der Gospel‐Tag in ein buntes Rahmenprogramm mit Unterhaltung, Basar und Gesprächen, das ganztägig Familien und Gäste aller Konfessionen zum gemeinsamen Verweilen und Feiern einlädt. Weitere Informationen zum Festival, entnehmen Sie bitte dem diesem Flyer Das-2-Afro-Ruhr-Festival-2011 oder unter www.afro‐ruhr‐festival.de oder persönlich unter Tel.: 0231/7978590

(Quelle Text+Bilder Pressemitteilung AFRICA POSITIVE e.V. /Magazin)